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Unmittelbar nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus gingen beherzte Menschen daran, gegen die Hinterlassenschaften des Krieges, gegen Mutlosigkeit, Hunger und Elend gemeinsam anzukämpfen und den am meisten Betroffenen: Umsiedlern, Obdachlosen, Heimkehrern, Kindern, Alten und Kranken zu helfen.
Da wurde nicht nach Herkunft, Gesinnung oder Konfession gefragt, wer helfen konnte und helfen wollte, war willkommen.
Gemeinsamer Verband am 24. Oktober 1945 in Dresden gegründet
So wurde das Fundament für den einheitlichen Verband Volkssolidarität geschaffen.
Ab 1945 in fünf ostdeutschen Ländern Landesorganisationen gegründet
In Mecklenburg entstand so die "Notgemeinschaft Mecklenburg" mit der Aktion "Heim und Arbeit". So entstanden auch in Städten und Gemeinden des heutigen Landkreises Ludwigslust Notgemeinschaften. Sie sammelten Geld und Sachwerte für Hilfsbedürftige. Die ehrenamtlichen Helfer kümmerten sich auch um Quartiere für die ankommenden Flüchtlinge.
1946 erhielt die Volkssolidarität den Status einer öffentlich rechtlichen Körperschaft mit gemeinnützigem Ziel.
Die Volkssolidarität baute Kinder- und Altenheime. Es entstand die Aktion "Kinderlandverschickung" für Stadtkinder. Auch "Ferienspiele" sind ein "Kind" der Volkssolidarität. Dem ersten Kinderdorf für elternlose Kinder in Eisenach folgte ein weiteres im mecklenburgischen Alt-Rehse.
1949 verfügte die Volkssolidarität in Ostdeutschland
über vier Kinderdörfer, 15 Kinderheime, 176 Kindererholungsheime, sieben Lehrlingsheime, 13 Altenheime, 126 Kindergärten, mehr als 1.000 Nähstuben und 38 Bahnhofsdienste. Mit Gründung der DDR übernahm diese der Staat.
Volkssolidarität wird zum staatlichen Wohlfahrtsverband
Es entstand eine Massenorganisation mit Mitgliedern und Volkshelfern.
Es entstand das Logo der Volkssolidarität
Es ist das heute noch gültige Symbol. Es bildeten sich Ortsgruppen, in denen es ungeachtet des herrschenden Zentralismus gelebte Demokratie gab.
Bis 1989 prägte das Leitbild "Miteinander - Füreinander" die Volkssolidarität
Die Betreuung Älterer und Hilfsbedürftiger, die Nachbarschaftshilfe, Mahlzeiten- und Hauswirtschaftsdienste sowie ein vielseitiges und weit verbreitetes Klubleben bestimmten in diesen Zeiten das Profil unseres Verbandes.
Ab 1990 gab dieses Leitbild "Miteinander - Füreinander" vielen Halt und Zukunft
Die Wendezeit brachte für Mitglieder und Mitarbeiter viel Unsicherheit. Wieder war und ist Solidarität gefragt. Die Volkssolidarität hat die Menschen in die jeweils neuen gesellschaftlichen Verhältnisse mitgenommen, ihnen Halt und Betreuung und einen Rahmen für selbstbewusstes Handeln gegeben.
Mit der Aufkündigung aller Arbeitsrechtsverhältnisse zum 31. 12. 1990 endete der ursprüngliche Weg der Volkssolidarität.
Bis heute ist der Verband eine breite, auf ehrenamtlicher Aktivität beruhende Volksbewegung geblieben.